Winterspaziergang in Hetzles

Hetzles ist eine kleine Gemeinde in Oberfranken, mit zahlreichen liebevoll gepflegten FachwerkhäusernEs liegt unterhalb des Hetzleser Bergs, einem an der Gräfenberger Flächenalb gelegenen Zeugenbergs, auf dem noch zahlreiche Kopfeichen wachsen.Es ist noch ein kleiner Schlupfwinkel des deutschen Gemüts, das viel von ihrem Charme bewahrt hat. Der katholische Glaube ist im Ort stark verwurzelt, was man an den vielen Christusdarstellungen ablesen kann. 

Gitterfenster einer ehemaligen Mühle
altes Bauernhaus mit einem großen Christuskreuz
kunstvoll gebautes Taubenhaus vor einem Bauernhaus
Tanzlinde im Garten einer Wirtschaft im Winter
Tanzlinde
Fachwerkfassade eines historischen Gasthauses
Marienskulptur in einer Felsgrotte vor einem Bauernhaus
alter Lindenbaum (Tilia platyphyllos) im Winter
Das Traditionswirtshaus, der Schwarze Adler, oder wie er bei den Hetzlesern auch heißt, der Mendelwirt, zählt zu den größeren Fachwerkhäusern der Fränkischen Schweiz und ist daher eine Besonderheit. Die Jahreszahl 1765 ist über der Haustüre in das Holz eingeritzt und mag einen Hinweis auf das Baujahr geben. Es blieb seit seinem Bau im Familienbesitz, wobei sich der Familienname durch Erbschaft und Heirat mehrmals änderte. Auch die durchgängige Nutzung als Gastwirtschaft – mit der früher üblichen zugehörigen Landwirtschaft – ist u. a. durch eine Grabinschrift belegt. Charakteristisch sind der große Gastgarten vor dem Haus und die darauf stehende Linde, von der erzählt wird, dass sie noch aus dem Jahr der Errichtung des Hauses stammt: Es gehörte zur Tradition, dass zum Bau des Hauses ein Hofbaum gepflanzt wurde. Das große Dachgeschoss wurde in früheren Zeiten als Getreidelager genutzt und es wird erzählt, dass die Stammgäste beim Hinauftragen der Säcke halfen. Als architektonische Besonderheit gelten die kurzen Klebdächer an der Giebelseite. Diese sind zwar typisch für die Fränkische Schweiz, die „stattliche“ Anzahl von drei ist dagegen eine Besonderheit.
Text: Ingrid Saal, in „Fachwerkhäuser“
Kontraste: Winterblätter der Hainbuche als Naturhecke, neuatigen Gabione als Gartenbegrenzung
zerbrochene Scheiben eines Gitterfensters einer ehemaligen Schmiede
restauriertes, altes Bauernhaus, Honings
Lieferungsangebot eines Gasthofes währen der Pandemie im Janaur 2021, Neunkirchen am Brand
zugemauertes Fenster einer ehemaligen Mühle
Christuskreuz mit Schutzdach vor einer Hauswand, Neunkirchen am Brand

5 Antworten auf “Winterspaziergang in Hetzles”

  1. Wunderbare Eindrücke und großartige Fotos – herzlichen Dank fürs Teilen!
    Ganz besonders mag ich das tolle Hochformatbild der mächtigen Linde. Dieses Bild flößt mir Ehrfurcht ein und lässt mich staunen.
    Und ich freue mich auch sehr über die Bereicherung hier auf dem Blog – es war lange recht ruhig geworden hier 😉
    Ganz herzliche Grüße
    Jürgen

  2. Sehr schöne, tolle Bilder lieber Helmut mit informativem Text !
    Das Wetter hat auch gut mitgespielt – ein schöner Wintertag – besser gehts nicht !
    Mach so weiter, ein gelungener Beitrag!

    1. Hallo Michael, danke für Deine positiven Worte, es motiviert mich, mal wieder was reinzusetzen!
      Nur noch eine Frage: wie gebe ich die Kommentare frei??
      Liebe Grüße
      Helmut MzC

  3. Lieber Helmut,

    superstarke Bilder. Mann sieht Deinen Blick für das was es zu zeigen gilt. Das dann aber auch in ausdrucksstarken Fotos.
    Super. 👍👍👍
    Liebe Grüße
    Stefan

  4. Großartige Fotos, lieber Helmut! Danke für den Spaziergang durch Hetzles. Ganz besonders gelungen finde ich die riesige Pano-Linde, die sich mächtig in den Himmel schwingt.Und auch der kleine Besinnungsausflug: Hainbuchenhecke kontra Steinbegrenzung.

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