Linien

Bilder zeigen, darüber diskutieren und Anregungen mitnehmen um sich weiter zu entwickeln. Das war weder mal ein guter Abend, bei dem ich davon provitieren konnte. Gezeigt hatte ich fünf eher experimentelle Arbeiten in Schwarz-weiß (siehe Galerie). Es sind alles Bilder, die durch die Darstellung einer Person im Bild ihre Aussage bekommen (man stelle sich die Bilder nur mal ohne die Menschen vor).

Wirklich schwerpunktmäßig drehte sich die Diskussion um Bild Nummer drei, wo die Betrachterin der Bildergalerie zwar den Blick auf sich lenkt, aber die technische Umsetzung als unzureichend kritisiert wurde. Ich bin natürlich in der Lage, die Linien in einem Bild kerzengerade auszurichten, aber ich habe das hier bewußt unterlassen; nur eine einzige Linie am unteren Bildrand hatte ich begradigt. Allerdings hatte ich auch beim Import des Bildes vergessen, die Verzeichnungen des 15mm Weitwinkleobjektives zu korrigieren. All das hat sich in negativen Kommentaren geäußert.

Zurück von unserem Diskussionsabend habe ich das alles mal nachgeholt und alle vier Richtungen gerade gestellt. Das mag den einen oder anderen Kritiker gefallen, mir doch wieder nicht. Zu steril kommt das Bild am Ende rüber und spätestens jetzt weiß zwar jeder, dass ich es kann und trotzdem wird jeder auch sofort sehen, dass das Bild eben bearbeitet/manipuliert wurde und genau das wieder als Kritikpunkt einbringen.

Ich stehe zu Bildkorrekturen mit allen Facetten, die heute mit Lightroom und Photoshop möglich sind, aber es kommt immer auf den Einzelfall an. Hier hatte ich die fliehenden Linien bewußt in kauf genommen, wie sie bei einer 15mm Brennweite eben entstehen. Für mich mutet das noch natürlich an und so wollte ich es lassen. Andere Bilder hingegen bearbeite ich manchmal wirklich sehr intensiv, was man dann aber auch sehen kann und soll. Das ist im Gegensatz zu hier in diesen Fällen dann auch so gewollt.

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