FS Fotowalk in die Stettenberger Schlucht

Der Mai ist gekommen, die FS-Fotografen schwärmen aus.

Ausgerüstet mit nur kleinem Gepäck, locker vom Hocker, wollen wir von Kalchreuth nach Heroldsberg, durch die Stettenberger Schlucht, bis zur Grenzbuche wandern.

Dieser Teil des um Nürnberg von Norden (Sebalder Reichswald) über den Osten (Lorenzer Reichswald), bis zum Süden (Südlicher Reichswald) verlaufenden Waldgürtels ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete, in großstadtnähe, Deutschlands.

Seit 1.8.1979 ist der Reichswald als erster bayerischer großstadtnaher Bannwald nach dem Bayerischen Waldgesetz ausgewiesen (PIM 2003). Er genießt damit den höchsten Schutz des Bayerischen Waldgesetzes.

Also trafen wir uns, nach langer sozialer Distanz, ohne freudiger Umarmung und immer noch auf Abstand achten, um endlich wieder gemeinsam seinem Hobby zu frönen und die wiedergewonnene gemeinsame Zeit zu genießen. Ich bat Elke darum, mir doch einmal ihr Olympus M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 PRO Objektiv mitzubringen, da ich mich sehr für dieses interessiere und ich so einen ersten eigenen Einblick erhalten konnte. Dies veranlasste Sie dazu, auch nur mit den oben erwähnten „leichtem Gepäck“, also Ihrer „Oly“ unterwegs zu sein. Ein Rucksack voll Olympus ist halt einfach leichter zu tragen und schenkt einen so nochmals einen Vorteil, denen gegenüber, die hier die extra Vollformat Kilos schleppen müssen, oder wollen. Hier ist ein klein wenig Schadenfreude genehmigt. 😉

Also ging es los.

Schon vom Parkplatz aus haben wir einen weiten Blick übers Land. Bestes Wetter mit schönen Wolkenformationen und Temperaturen, die wie für uns bestellt waren.

Aussicht Kalchreuth
Aussicht Kalchreuth

Als erstes stürzen wir uns auf die “Blümchen”. Diese, direkt am Wegrand stehend, luden uns förmlich ein, hier mit dem befüllen unserer Speicherkarte zu beginnen.

Biene
Biene

Die kleinen Krabbeltierchen sieht man erst, wenn man sich auf die Knie begibt. Bienchen, Schwebfliegen,Spinnen umschwirren die Margeriten.

Müke
Müke

Wir haben Glück, die Mücken sind noch bei der Vorspeise und lassen uns in Frieden.

Bienen
Bienen

Bis zu 60.000 Bienen wuseln in einem Bienenstaat – da ist Durcheinander vorprogrammiert, oder?

Aussicht Nürnberg
Aussicht Nürnberg

Bevor es auf schmalen Pfaden durch den Wald geht, haben wir einen tollen Blick zur Nürnberger Burg. Gleich auch zu Beginn unserer Tour haben wir einen herrlichen Rundblick, der uns schon wieder auf die nächsten Ideen bringt, fotografisch tätig zu werden.

gestisch
gestisch

Nach dem Spruch: Scharf kann jeder! wurde, sozusagen als Lockerungsübung, zwischendurch auch mal “gestisch” fotografiert.

Zwischendurch bekam Elke eine ergänzende Erklärung durch die, ihr bisher unergründlichen Tiefen, durch das Menü der Olympus Kamera. Diese sind wahrlich keine Ingenieur Bestleistung, aber machbar. Was ist sie doch für ein Kraftprotz! Sogar 50 Megapixel sind möglich. Auch haben wir hier den Vorteil, kein Stativ mitschleppen zu müssen. Die Stabilisierung der MFT ist die Wucht. Ich selbst habe mit Zeiten von ½ Sekunde überhaupt kein Problem, selbst mit langen Brennweiten. Daher ist es schon fast schwierig, Bilder zu machen wie dies oben durch gezieltes verdrehen der Kamera.

Nahezu berauschend ist das maigrüne Blätterdach über uns.

Nachdem ich zum ersten Mal das m.zuiko 7 -14mm an meine Kamera angeschraubt habe, war ich sofort hin und weg. Es ist ein völlig anderes sehen, dass man sich hier beibringen muss. Der Blickwinkel ist enorm. Als ich vor der „tätowierten“ Buche stand, die nebenbei bemerkt, so ca. 1m Durchmesser hat, wollte ich nur mal schnell die Rinde ablichten. Aber mit 50cm Abstand war immer noch der daran vorbei führende Weg zu sehen. Hammer!

"tätowierte" Buche
„tätowierte“ Buche

Ich war sofort verliebt. In die Buche und das Glas. Hier kann man sich ganz neue Sichtweisen ermöglichen. Oder sollte ich lieber sagen, erarbeiten. Denn leicht ist es bestimmt nicht, mit solch einem „Superweitwinkel“.

Wie steht es bei Olympus:

„Genießen Sie in jeder Aufnahmesituation erstklassige Bildleistung bis an den Rand.“

na ja, schau ma mal. Da ich es für eine zeitlang behalten kann, werde ich das Glas und vor allem mich selbst, schon fordern. Danke hier an Elke für das Vertrauen.

Die Felsen der Stettenberger Schlucht sind leicht zu übersehen, wenn man sich nur auf den Weg konzentriert. Elke blieb stehen und sagte, schau doch mal, sonst versäumst Du noch das Beste.

Leicht verdutzt drehte ich mich und was man ein klein wenig abseits des Wegen entdeckt, beeindruckend. Ich weiß, ich weiß, den Weg nicht verlassen. Die Formationen und bereits angesprochen, die Farben lassen einen nicht mehr los.

Stettenberger Schlucht

Bizarre Felsformationen fesseln den Fotografen und füllen die Speicherkarten, weil man sich nur schwer loslösen kann von der Fülle der fotografischen Möglichkeiten und der Schönheit der Farben.

Die Farben waren an diesem Tag und den Felsen wirklich faszinierend. Das Grün der Blätter und Gräser zeigt die Kraft der Natur und das sie sich heraus putzt uns zu beeindrucken.

Hier ein paar Eindrücke.

Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht

Nach einen kleinem Schlenker über Feldwege an ein paar Teichen vorbei, kamen wir wieder auf den Hauptweg.

Stettenberger Schlucht

 

Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht

Hier entlang noch wenige hundert Meter und wir kamen zu der sehr imposanten „Grenzbuche“. Dort ruhten wir erst einmal auf einer Bank aus und ließen diesen bemerkenswerten Baum auf uns wirken.

Für diese, früher solitär stehende, Grenzbuche braucht man schon ein starkes Weitwinkelobjektiv, um sie voll ins Bild zu bekommen.

Grenzbuche
Schatten unter der Grenzbuche

Auch das Schattenspiel ist unter diesem ausladenden Baum enorm.

Bundspecht
Buntspecht

Während wir noch voller Ehrfurcht den alten Baum umrundeten, flog ein Buntspecht immer wieder zu seiner neu gezimmerten Bruthöhle, vermutlich um seine Jungen zu füttern.

Schlau versteckte er sich immer wieder im Sichtschatten von Wanderer und Radfahrer, bis er „ungesehen“ seinen Höhleneingang anflog. Zum Glück hatten wir Brennweiten zwischen 7mm und 420mm dabei. Also, so „ungesehen“ war der Specht nicht. 😉
Auch hier spielen die MFT Systeme einen ihrer Vorteile aus. Brennweiten zwischen 7 und 150mm sind überhaupt kein Problem über einen Nachmittag lang zu tragen.

 

Das Spiel von Licht und Schatten war beeindruckend – aber fast schon zu grell.

Making off

Licht und Schatten
Licht und Schatten

Es war eine sehr schöne Zeit, die rückwirkend, wie im Flug verging. Anregende Gespräche, allerlei fachsimpeln und der Genuss in schöner Natur zu sein, ließ keine Langeweile aufkommen.

Nach 4 interessanten Stunden und fast 10km Wegstrecke sahen wir den Kirchturm von Kalchreuth wieder und unsere Tour war damit zu Ende.

Abschließend hier noch ein paar Bilder unserer Tour.

Licht und Schatten
Licht und Schatten
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht
Stettenberger Schlucht

Fotos und Text: Elke & Stefan


Und weitere Infos:

https://www.lfu.bayern.de/natur/natura2000/browse/info?id=6533-471

https://www.anuva.de/expertise/45/vogelschutzgebiet-nuernberger-reichswald

3 Antworten auf “FS Fotowalk in die Stettenberger Schlucht”

  1. Super Bilder und auch sonst ein sehr interessanter Beitrag – vielen Dank dafür!
    Und wie Werner schon geschrieben hat: Man kann Eure Freude und Begeisterung richtig spüren durch die Bilder.
    Das macht richtig Laune, auch loszuziehen 🙂
    GLG Jürgen

  2. Liebe Elke, lieber Stefan,
    das habe ich schon befürchtet, dass dieser Spaziergang ein Motivmonster sein wird.
    Man sieht eueren Bildern die Freude und Motivation einfach an.
    Und die technische Vielfalt und Ausführung ist beeindruckend.
    Ein toller Beitrag

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