50mm – sonst nichts

Vergangene Woche ging es mal wieder in die Fränkische Schweiz zum Wandern. Wir hatten uns einen wirklich sehr empfehlenswerten Rundweg von Muggendorf nach Streitberg und über die Burgruine Neideck zurück nach Muggendorf ausgesucht.
Normalerweise muss auf eine solche Tour immer mindestens das Weitwinkel und auch das Tele, manchmal sogar noch das Makro-Objektiv, Zwischenringe und noch mehr mit in den Rucksack – man weiß ja nie …!?

Nun war ich in letzter Zeit recht ideenlos und hatte eigentlich auch recht wenig Lust zum Fotografieren. Es war also Zeit für eine kleine Herausforderung. Ganz wie in meinen fotografischen Anfangszeiten – damals sorgte das Budget für die radikale Beschränkung auf Minimalequipment – wollte ich mal wieder mehr mit den Augen und Beinen meine Bilder gestalten, als mit dem ständigen Brennweitenwechsel. Also heute mal nur das Gehäuse und 50mm Normalbrennweite.

Was dabei herauskam, habe ich gemäß meiner aktuellen Stimmungslage und den Eindrücken von der Wanderung ausgearbeitet. Beschnitten wurden die Aufnahmen lediglich, um das gewünschte Bildformat (z.B. qudratisch oder 16:9) zu erreichen – es bleibt also bei 50mm Brennweite ohne nachträglichen Tele-Effekt durch die Ausschnittsvergrößerung beim Beschnitt.

Ach ja – bei der Gelegenheit habe ich auch noch gleich eine zweite Herausforderung angenommen: Die „Front Yard Challenge“, bei der man sich in einem auf 80cm x 80cm begrenzten Feld aufhält und dabei 10 Bilder macht. Ich hatte ja nur das 50mm Glas mitgenommen, also heißt meine Challenge „800x800x50x10“.

Spaß gemacht hat es mir und weniger zu schleppen war es auch. Spannend finde ich auch immer mal wieder, Landschaft nicht nur im klassischen Querformat zu denken, sondern ins Hochformat oder auch mal ins Quadrat zu gehen. Auch da tun sich Gestaltungsmöglichkeiten auf.
Ich jedenfalls habe wieder Lust bekommen, an der aktiven Bildgestaltung zu arbeiten…

Mal sehen, wie die Ergebnisse bei Euch ankommen:

 

Liebe Grüße – Euer Jürgen

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8 Antworten auf “50mm – sonst nichts”

  1. Lieber Jürgen,
    seit Januar habe ich eine Vollformatkamera und ein 55 mm Objektiv, das ist schon recht spannendes Fotografieren! Deine Bilder haben mir sehr gut gefallen und ich bin bestätigt in der Reduktion der Möglichkeiten!
    Danke Dir dafür, liebe Grüße
    Heiderose

    1. Liebe Heiderose,
      Dein Besuch auf unserer Seite und vor allem auch die Rückmeldung zu meinem Beitrag freuen mich sehr!
      Herzlischen Dank dafür und Dir eine gute und kreative Zeit. Ach ja – sehr viel Freude mit Deinen noch neuen „Spielsachen“ 🙂
      Viele Grüße
      Jürgen

  2. Lieber Jürgen,
    nachdem ich die Fotos angesehen habe, habe ich auch gleich Lust bekommen das auch mal auszuprobieren. 50 mm und sonst nichts im Fotorucksack. Welch lockerer Spaziergang wird das werden! Das mache ich Dir doch glatt nach, sobald der Regen aufgehört hat.
    Ja, man muss einfach mal andere Möglichkeiten ausprobieren.
    Danke für den Tipp und einen lieben Gruß von
    Elke

    1. Liebe Elke,
      dass Dir meine Bilder Ansporn geben, das auch zu tun, ist mir eine große Ehre und Freude.
      Ich bin sehr gespannt, was Du mit der Reduktion auf 50mm so anstellst. Ich erinnere mich gerne an Experimente von Dir, die ja noch weiter gegangen waren (Stichwort „Gehäusedeckel mit Loch drin als Vollformat-Lochkamera“).
      Herzliche Grüße
      Jürgen

  3. Lieber Jürgen,
    das ist wirklich klasse.
    Da wünsche ich mir doch eine Wanderung mit Dir.
    Auf jedem Fall, wieder ein Beweis dafür, dass eine Reduzierung auf das wesentliche, das Besondere hervor bringt.
    👐Klasse.
    Auf Bald
    Stefan

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